[Review] Darkness – First Class Violence


Galerie mit 4 Bildern: Darkness auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

Das Comeback-Album des Jahres 2016 kam aus Essen von den alten Thrash-Recken DARKNESS. Es hört auf den Namen „The Gasoline Solution“ und fand bei Veröffentlichung sofort Anklang. Es führte die Band zu diversen hochklassigen Underground-Festivals und verschaffte ihnen sogar zwei Auftritte in Japan. Diese Flamme soll mit „First Class Violence“ am lodern gehalten werden.

Und das gelingt ihnen sogar ausgesprochen gut. Songs wie ‚Low Velocity Blood Spatter‘ oder ‚Neoprimitive‘ zeigen, dass die Essener nichts an Durchschlagskraft verloren haben. Mit ‚Hate Is My Engine‘ wird dieser Hass auch mit einem bestechend eingängigen Refrain verbunden. In ‚See You On The Bodyfarm‘ wird die Melodiösität der letzten KREATOR-Scheibe sichtbar. Eine Sonderstellung hat der Track ‚Zeutan‘, der natürlich dem 1998 verstorbenen Sänger gewidmet ist. Und in seinem Sinne geht dieser Song auch voll auf die Fresse. Da haben sich auch Tom Angelripper und Ventor nicht die Gelegenheit nehmen lassen, in Gastbeiträgen an diesem Song mitzuwirken. Insgesamt ein rundum gelungener Tribut.

Ohne Halt zur vollen Bedienung

Während viele Alben zum Ende hin schwächeln, können DARKNESS auch in der zweiten Hälfte das Niveau halten. Gerade im Titelsong zeigt das Quintett mit knüppelnden Drums, scharfen Riffs und wütendem Gesang, dass sie viel Dampf auf dem Kessel haben.  Hier spürt man aufrichtige Wut, wie auch in ‚The Autocrazy (Autocracy) Club‘. Aber damit diese Nummern nicht fad werden, haben sie zur Auflockerung noch prägnante Melodien, die an SLAYER-Großtaten erinnern können. Zum Abschluss liefern die Essener mit ‚I Betray‘ noch einen verführerischen Ohrwurm.

„First Class Violence“ auf erstklassigem Niveau

Mit ihrem zweitem Album nach dem Comeback zeigen DARKNESS, dass sie ganz oben mitspielen, wenn es um teutonischen Thrash geht. Natürlich klingt das an der ein oder anderen Stelle abgedroschen, aber die Achtziger-Jahre-Bands, die heute noch mit frischen Ideen daherkommen, kann man an einer Hand abzählen. Folglich lohnt sich „First Class Violence“ für alle, die auf guten handgemachten Thrash stehen und auch schon „The Gasoline Solution“ im Regal haben.

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