[Review] Dedpool – Lifecircle


Das Leben durchläuft seine Zyklen, zieht seine erbarmungslosen Bahnen. Gewollt oder ungewollt. Geplant oder ungeplant. Im stetigen Wechsel zwischen Gut und Böse. DEDPOOL aus Hilfarth nehmen sich diesem perfiden Spiel, diesem Auf und Ab thematisch an und veröffentlichen mit ihrem Debüt „Lifecircle“ einen vertonten Blickwinkel auf diese Reise.

DEDPOOL: Angenehme Eigensinnigkeit

Was sich als Midtempo Groove Machine ankündigt und anpreist zeigt innerhalb der ersten Sekunden sofort die eigene, weitreichende Interpretation des Genres Groove Metal. DEDPOOL klingen nicht komplett diesem Genre entrückt, sondern anders. Eben anders groovig. Eine Eigensinnigkeit auf angenehme Art, die sich auf das gesamte Portfolio der Platte erstreckt.

Hier mischen sich gut ausgearbeitete Gitarrensoli mit der kraftvoll, düsteren Stimme von Fronter Armin. Dieser zieht seine vocaltechnischen Kreise zwischen brutalen Growls und fiesen Grunting -und Screamingparts, zieht damit alle Register, und überrascht dabei durch eine dennoch bestehende und bestechende Leichtigkeit.

Wie zum Beispiel bei „Rebirth“ einem Track der mit sehr schwer-und wehmütigen Gitarrenriffing beginnt und dann im fließenden Übergang mit den Vocals einen groovig-melodiösen Touch bekommt.

„Lifecircle“: Blick auf das Wesentliche

Genau das ist, was sich bei DEDPOOL und „Lifecircle“ für mich als eindeutige Stärke manifestiert. Was sich klangtechnisch und handwerklich deutlich aus Teilen des Melodic Death Metals, Doom Metals, Thrash Metals sowie Metal-und Hardcore zusammensetzt, bildet am Ende sicherlich ein energiegeladenes Werk, und es liegt der Verdacht nahe, eben genau von diesen ganzen Aspekten erdrückt zu werden.

Diese Truppe erschlägt mich aber nicht, sondern zieht mich geschmeidig durch die gesamte Spiellänge. Anstrengend und überladen das Ohr zuballern war bei „Lifecircle“ nicht der Plan. Die Jungs gehen weniger übertrieben verfrickelt, dafür umso gradliniger zu Werke.

„Spit It Out“ liefert hierzu eben genau diesen Beweis. Reduziert auf das Wesentliche gepaart mit der vollen Kraft aus wütender Kehle.  Mehr braucht es manchmal nicht.

DEDPOOL liefern ein Debüt-Output, welches neugierig auf mehr macht und es spannend lässt, denn die bekanntliche Luft nach oben gibt es natürlich immer.

Ja, das Leben zieht seine erbarmungslosen Bahnen. Und mit „Lifecircle“ ist eine ebenso erbarmungslose Produktion unterwegs, bei der das Mitreisen definitiv nicht die schlechteste Idee ist.

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